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Auszug:

 

[...]

Wenn wir heute hier im Renitenz Theater diese unglaublichen siebzig Jahre und vier Generationen BALLETTSCHULE PLEVA zelebrieren, dann feiern wir ja auch die Gründerin, Anni Marks-Pleva.

Wir feiern Doris Pleva, die Tänzerin, die Choreographin, die Musikschaffende. Und wir feiern natürlich Jörg Pleva, diese mächtige Omnipräsenz der Schauspielkunst.

Wir feiern, und das ist mir wichtig, am heutigen Abend auch die Künstler-Dynastie Pleva.

Wir feiern die Gesamtheit Tanz, Musik, Schauspiel, Literatur und das Leben.

[...]

Disziplin, und das müssen sie verstehen, ist die große Schwester der Berufung.

Wenn wir also heute Abend 70 Jahre BALLETTSCHULE PLEVA zelebrieren, dann nicht ohne die Vorausgegangenen. Nicht mehr unter uns. Für immer bei uns.

[...]

Die Bühne ist Berufung, nicht das Leben, das Leben ist Meer und wir sind Meer, und weil wir das Meer sind, sind wir Ebbe und Flut und wir treffen uns an einem Strand,

und nicht jeder ist die gleiche Ebbe und die gleiche Flut, aber wenn wir gleich sind in Ebbe und in Flut, dann ist dieser Strand ein Ort der Liebe und der Freundschaft, an den die Flut uns drängt,

die Ebbe uns trennt und wir sind zurück auf dem Meer des Lebens, bis die Flut uns wieder vereint. Solange wir leben.

Und wenn wir dann vorausgehen, dann ist unser Strand ein andrer Strand, und nicht Ebbe und Flut sind unser Transportmittel, sondern allein ein Boot, das Boot der Erinnerung, auf einer Reise nach Irgendwo.

[...]

Und so, liebe Frau Anni Marks-Pleva, liebe Doris, lieber Jörg. Wenn ihr also von dort von Irgendwo, von den Gestaden der Erinnerung zu uns schaut, dann sollt ihr wissen:

Wenn ihr das Boot seid, auf der Reise nach Irgendwo und wir nicht länger Eure Passagiere sein können, und nicht mehr das Meer, das Euch trägt, so seid Ihr aus Erinnerung geworden ein Leuchtturm, der uns den Weg zeigt durch Sturm und Flaute, ein Ruder das uns auf Kurs hält, ein Hafen am Ende unserer Reise. [...]

Und wenn ihr das Boot der Erinnerung seid auf der Reise nach Irgendwo, und wir ein Teil sein dürfen Eurer vorangegangenen, für uns gemachten Wege, dann seid ihr für immer der Hafen am Ende unserer Reise.

Wir lieben euch, wir danken Euch. Wir verneigen uns vor Euch.

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